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Sonntag, 3. März 2013

Besen! Besen! Südländer - Seyds gewesen.

Abbildung etwa 1882 von Ferdinand Barth
 - entnommen von Wikipedia
Kulturtag, weil Sonntag ist? Deutschunterricht?
Nein. Insperiert von einer BZ-Meldung möchte ich heute auf von Goethe hinweisen. Irgendwie passend: Der Zauberlehrling, heute wie 1798 irgendwie passend:
Lassen wir die ersten Zeilen weg und lesen voller inbrunst

||Und nun komm du alter Besen,
Nimm die schlechten Lumpenhüllen,
Bist schon lange Knecht gewesen.
Nun erfülle meinen Willen.
Auf zwey Beinen stehe,

Oben sey ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf.
          Walle! walle!
     Manche Strecke,

  Daß zum Zwecke,
     Wasser fließe,
     Und, mit reichem vollem Schwalle,
     Zu dem Bade sich ergieße.

     Seht er läuft zum Ufer nieder,

Warlich ist schon an dem Flusse,
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweytenmale!
Wie das Becken schwillt!

Wie sich jede Schaale
Voll mit Wasser füllt!
          Stehe! Stehe!
     Denn wir haben
     Deiner Gaben


     Vollgemessen! –||

Sonntag, 24. April 2011

Ei ei ie ... und Goethe

Wenn Sie hier ein Ei suchen, so könnte ich sagen,
hier sind sie versteckt in diesen Tagen.
Zwar nicht oval, dafür manchmal rund,
und ganz und gar nicht ungesund.

Diese Eierei kommt hier nur in Buchstaben vor,
Rückwärts, vorwärts und kommen sie hervor.
Ganz einerlei, und zweierlei,
bei dieser kurzen schreiberei.

Doch da ich dieses nicht gut kann,
lasse ich einen Profi ran.
Auch der kannte Eier und Osterfest,
er erkannte Natur, Stein und den ganzen Rest.

Nun bitte: taramtaram
nun ist Herr Goethe dran:

Montag, 10. Januar 2011

Klauen wir Goethe das von und Twain das Wort!

  Hamburger MoPo am 07.01.11 
Bisher dachte ich, es war einmal - doch ich wurde, mal wieder, eines Besseren belehrt ...
Zu meiner Schulzeit bekam ich eine 2 - statt einer 1 - weil ich ein Gedicht vortrug von Goethe. Ich sagte damals, als ich den Autor nannte, "Johann Wolfgang von Goethe". Und das von war verpönt!
Dabei wurde er 1782 geadelt - es war also ein "von" welches Goethe mit Stolz tragen durfte.

Und Twains Ruhm, wird heute ebenso politisch "korrektiert", wie damals das von (siehe links). Und das ist TOP! sagt, besser schreibt so mancher.

Alte Schriften sind heute nicht wichtig genug.
Es ist nicht wichtig, die Werke in die damalige Zeit einzurücken. Dank der "political correctness" werden Mark Twains Worte

*

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