Der 200. Todestag der bekanntesten Königin von Preußen wurde begangen, heute wird nun an das Attentat in der Wolfsschanze gedacht, die die Operation Walküre auslösen sollte. Die historischen Fakten setze ich als bekannt voraus. Bekannt also dass Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und sein Adjutant Oberleutnant Werner von Haeften die Bombe in der Wolfsschanze kurz vor einer Lagebesprechung mit Adolf Hitler scharf gemacht haben. Durch Zeitdruck wurde allerdings nur weniger Sprengstoff als geplant eingesetzt. Die Kofferbombe wurde durch einen dritten umgestellt, so dass der Anschlag gegen Hitler weitestgehend fehl schlug. Hitler wurde nur leicht verletzt, statt wie geplant getötet.
In Berlin setzt die Übernahme der militärischen Gewalt, durch die Unsicherheit, ob Hitler nun gestorben sei - oder nicht, aus. Trotz der Unterstützung von Berlins Stadtkommandanten General Paul von Hase kommt es in der Hauptstadt nicht zur Erfüllung der Pläne. Generaloberst Friedrich Fromm erfährt das Hitler noch lebe und weigert sich die weiteren Putschmaßnahmen zu unterstützen. Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben erklärt das Unternehmen als gescheitert, als bekannt wird, dass der "Führer" doch lebe und eine Rundfunkansprache halten wolle.
Generaloberst Beck wird nach einem Suizidversuch erschossen. Fromm lässt über die Wehrbereiche gegen Mitternacht mitteilen, dass der Putsch blutig niedergeschlagen sei. Stauffenberg und drei Mitstreiter werden zu diesem Zeitpunkt standrechtlich erschossen.
So weit der Kurzabriss.
Wenn wir heute an diese Taten der Männer denken und ihre Leidenschaft für Deutschland als Nation, ihren (späten) Widerstand gegen Adolf Hitler und ihrem persönlichen, gefährlichen Einsatz, dann sollten wir vielleicht auch mal daran denken: "Was kann ich für mein Land tun" statt umgekehrt nach Hilfen zu schauen?
Da hilft es voraus zu schauen. Die junge Welt (jW) berichtet heute von einer Aktion, welche morgen stattfindet:
Am morgigen Gedenktag demonstrieren bundesweit Heroinabhängige gemeinsam mit Eltern, Angehörigen und Cannabisbefürwortern
