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Donnerstag, 21. Februar 2013

Welttag Worldday für die Sprache

 Foto entnommen von  schwarzerhumor.eu (Facebook)
(DSW - PM)  Zum Internationalen Tag der
Muttersprache wirbt die DEUTSCHE SPRACHWELT für mehr Toleranz und Freiheit im Sprachgebrauch. Die politisch begründete Sprachreinigung, wie sie
neuerdings wieder stärker betrieben werde, sei daher abzulehnen. „Nicht politische Korrektheit, sondern größtmögliche Verständlichkeit muß das
oberste Ziel der Sprachpflege sein“, erklärte der Chefredakteur der Sprachzeitung, Thomas Paulwitz. Außerdem dürfe die kulturelle Tradition
nicht verleugnet werden: „Wenn wir nicht aufpassen, wird es der deutschen Sprache so ergehen wie den zehn kleinen Negerlein.“
Unsinnig sei es etwa, Wörter wie Neger, Zigeuner und Eskimo aus
Kinderbuchklassikern zu verbannen. Auch die „geschlechtergerechte Sprache“,
die staatliche Behörden im Zuge des sogenannten „Gender Mainstreamings“
anwenden, verhunze die deutsche Sprache; etwa wenn der Beamte zur
„verbeamteten Dienstkraft“ und der Lehrer zur „Lehrperson“ werde.
Selbstverständlich sei es ein Gebot der Höflichkeit und des Anstands, jeden
möglichst so anzureden, wie es ihm gebührt, und niemanden zu beleidigen. Das
bedeute jedoch nicht, daß der Allgemeinheit politisch korrekter
Sprachgebrauch vorgeschrieben werden dürfe. Allein wegen seiner Wortwahl
dürfe niemand ausgegrenzt werden. Es sei wichtiger, sich mit den
dahinterstehenden Gedanken auseinanderzusetzen.

Freitag, 10. September 2010

Suizid!

Heute ist der Welt Suizid Präventionstag.
Jährlich wählen etwa eine Million Menschen diesen Weg, um sich aus ihrem Leben zu nehmen. Die Gründe sind vielschichtig und cirka 6 Millionen Menschen trauern, wegen einem "geglücktem" Suizid, um ihre Freunde, ihre Familienmitglieder oder Arbeitskollegen. Suizid, früher Freitod oder gar Selbstmord genannt, ist kein Mord, keine strafrechtlich relevante Tat. Auch sind die Menschen, die ihren Suizid(versuch) ausführen nicht minderbemittelt oder blöd. Oft genug ist es eine Verzweiflung, aber keine Verzweiflungstat. Viele Opfer bereiten sich auf diesen letzten Schritt des Lebens vor. Belesen und informieren sich - und denken oft genug über diesen Schritt nach! Daher ist auch eine Einweisung in eine psychiatrische Abteilung einer Klinik nicht immer notwendig oder gerechtfertigt.

Aus der Presseerklärung anlässlich des Welttages der Suizidprävention  kann man viele Hintergründe und leider immer noch verbreitete Vorurteile erlesen.

Auf suizidpraevention-deutschland.de könnt ihr euch die schockierenden Zahlen durchlesen, und erste Hilfe für Euch bzw. Hilfe für einen Freund, einem Mitglied der Familie anlesen.
Doch zuerst zu den Zahlen:
Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland nach den offiziellen Statistiken ungefähr 10.000 Menschen das Leben. Im Jahr 2007 waren es 7009 Männer und 2393 Frauen. Diese Zahlen sind deutlich höher als die der Verkehrstoten (2007: 5011). Die Suizidziffer beträgt in Deutschland 17,4/100.000 für Männer und 5,7/100.000 für Frauen. In Deutschland stirbt daher jeder 87. Mann (bei einer mittleren Lebenserwartung von 76,2 Jahren) und jede 243. Frau (bei einer Lebenserwartung von 81,8 Jahren) durch Suizid.
Es existieren in Deutschland deutliche regionale Unterschiede mit deutlich höheren Ziffern in Sachsen, Thüringen und Bayern und niedrigen Ziffern in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt
 Jeder Suizid- und Suizidversuch betrifft nach Studien der WHO mindestens sechs weitere Menschen. (WHO, 2000). Suizidales Verhalten stellt daher ein großes gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Problem dar, nicht nur wegen des individuellen Leides sondern auch wegen der erheblichen Gesundheitskosten.
Bevor ihr also irgend wen wegen Suizid (Vor-) verurteilt - informiert Euch und ... helft, wenn er oder sie sich helfen lassen möchte. Denn nicht immer will man die Hilfe annehmen - und, unter uns, wer hat das Recht das Leben anderer zu leben? Und darüber zu entscheiden?
 


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