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MeinungsBlog

Donnerstag, 29. April 2010

Euroschwäche greift um sich

Das Gespenst des Kapitals, um es mal mit abgewandelten Worten anderer (z.B. Marx) auszudrücken, erdrückt derzeit Europa. Während Madame No - Angela Merkel, Bundeskanzlerin der BRD - aus wahltaktischen Gründen noch druckst, ist es längst klar. Die anderen Staaten der Währungsunion müssen helfen. 
Dabei ist die Rede nicht nur von Griechenland, welches nun zum Ramschladen von einem "Ratinginstitut" ernannt wurde. Auch Portugal und Spanien befinden sich im Abwärtstrend. Ein Trend, der nicht nur für die BRD, teuer wird.
Bleibt die Frage, was tun? 
3 Möglichkeiten gibt es:
a) die finanzgeschwächten Länder führen wieder eigene Währungen ein (Austritt aus dem Europakt)
b) die stärkeren Länder kommen als Bürgschafter bzw. Sichersteller und Zahler auf
c) die Euroländer werten insgesamt den Euro ab

Von den Punkten a und b hört man viel - kontra und pro wiegen etwa gleich auf.

Für a) spreche die Unabhängigkeit der Wirtschaft in den konkursgefährdeten Regionen - dagegen die Kosten, die die EU dann mittragen müsste. Außerdem müsste die Politik sich selber Ohrfeigen, da keine Sicherheitsleine für den Euro gespannt wurde und diese Währung zumeist gegen den Bevölkerungswillen eingeführt wurde.
Für b) könnte man anführen, dass sich dadurch der Markt bereinigt - gerade der USA könnte dies gefallen. Wäre doch der US Dollar wieder die Hoheitswährung. Das selbe könnte man auch als Kontra anführen - neben den unüberschaubaren Kosten.

Bei beiden Punkten müssten jedoch die Fast-Pleite-Staaten dafür Sorge tragen, dass sie sich selbst auffangen können. Natürlich mit Unterstützung der anderen EU Staaten.

Doch was ist mit c)?
Das hätte durchaus Vorteile: Die Kredite aller Staaten würden preiswerter werden, die Staatsverschuldung real zurückgedrängt. Jedoch, wie verkauft man den Völkern eine Abwertung der Währung - und damit die höhere Inflation?
Der BRD - auslandsorientierten Wirtschaft käme dies entgegen. Dem Bürger allerdings weniger. Den Franzosen erst recht nicht ...
Und auch hier müsste die Politik zugeben, dass der Euro ein Schnellschuß war, der teilweise weder abgesichert noch bis zum Ende durchdacht war. Klar, die "Wiedervereinigung" zwischen DDR und BRD wurde unter anderem mit dem Euro erkauft - allerdings hätte die deutsche Politik damals mehr Möglichkeiten gehabt. Doch man wollte das untaugliche Konzept für Europa durchsetzen - koste es was es wolle. Den Zinseszins werden wir in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten erahnen und spüren...

Da hilft auch kein Telefonat zwischen Merkel und Obama, wie das ZDF berichtete:
US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben in einem Telefonat über die Schuldenkrise in Griechenlands gesprochen. Beide hätten darin "die Bedeutung eines entschlossenen Handelns" von Athen sowie einer "rechtzeitigen Unterstützung" durch den Internationalen Währungsfonds und Europa unterstrichen, teilte das Weiße Haus mit. Das Gespräch sei Teil "einer Serie von Beratungen über globale Fragen zwischen engen Verbündeten". 

Kommentare:

  1. du hast D vergessen und das ist wohl die einfachste lösung für euer kleines problemchen.
    seit dem 1.1.2010 steht ja die eu verfassung -darin versteckt wurde ja auch eine kleine EU armee gegründet die sogar auf demonstranten oder andere protestler schiessen darf (von der wieder eingeführten todesstrafe will ich hier mal nicht reden)

    nun warum schickt ihr diese armee nicht nach griechenland und übernehmt die kontrolle dort mit waffengewalt - dann könnt ihr nämlich die renten kürzen und direkt sicherstellen, dass das geld das ihr dort hin schicken werdet auch wirklich für kreditzins benutzt wird und nicht für die renten draufgeht...

    das die eu ja imperialistische tendenzen hat ist nix neues - würde also auch niemand verwundern...

    so einfach wäre es griechenland unter kontrolle zu bekommen

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  2. #Update : Finanzminister Schäuble (CDU) gibt nun den Ratingfirmen (gibts dafür kein deutsches Wort: Rating, klingt so nach rattig) die Schuld:
    ""Kein Marktteilnehmer wird daran gehindert, Rating-Agenturen nicht so ernst zu nehmen", sagte der CDU-Politiker. Er sei sehr dafür, dass es eine größere Konkurrenz auf dem Rating-Markt gebe. Kurzfristig gehe es aber darum, die Rating-Agenturen stärker zu regulieren. Die Rating-Agenturen hatten in den vergangenen Tagen Griechenland, Portugal und Spanien weiter herabgestuft und dadurch Kurs-Rutsche an den internationalen Aktien- und Finanzmärkten ausgelöst." meldet heute.de

    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/3/0,3672,8068067,00.html

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  3. #Update 2: Nun wird auch die Eurozone wach, besser, deren Politiker:

    http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/05/09/euro-krise/nachtsitzung-regierungschefs-euro-zone-stabilisierung-waehrung.html

    "Dem Gipfel hätten Daten vorgelegen, die zeigten, dass es „eine ungute Entwicklung nicht nur in einem Land, sondern in mehreren Ländern“ gebe."
    Kommt doch eine Abwertung des Euro?

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