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MeinungsBlog

Donnerstag, 27. Mai 2010

Immer mehr Kleinstparteien in der BRD

Vor 10, 20, 30 Jahren war die politische Welt in der BRD noch einfach. Es gab die SPD und die CDU und notfalls noch die kleine niedliche FDP auf der einen Seite und die SED (plus Blogparteien ala CDU, Bauernpartei udgl.) auf der anderen Seite der heutigen BRD Staatsgrenzen.
Dann kamen die linken auf den ökologischen Gedanken - eine Lachnummer zum Anfang, ein Grauen für die 3 Westparteien einige Jahre später. Plötzlich mussten die beiden Volksparteien Rücksicht nehmen - politische Inhalte deklarieren und Bündnisse eingehen. Den SPD-FDP Knäul löste dann das neue linke Flagschiff "Die Grünen" ab - und die Verstrickungen aus schwarz gelb wurden ... neue Verstrickungen. So weit so gut! Der Rest der Parteien? Den gab es - aber ... Eben, war kein Wort wert.
Nach der SED Hierarchie im Osten des Landes, konnte die PDS die Linken entwickeln - und den Volksparteien das Fürchten lehren. Und zum (Um-) Denken zwingen - plötzlich wurde Politik im Osten wie im Westen kompliziert. Müssten die Parteien noch weiter nach links, damit die "demokratische" SPD der "bösen kommunistischen" Linken Wähler klauen könnte?
Dies schien der Ausweg - und die CDU machte brav mit - was früher reaktionär, rechts oder auch nur konservativ war wurde bis heute - zur Kleinpartei!


Ja, Kleinparteien wie SPD und CDU mogeln sich jetzt an dem Wahlvotum des Bürgers vorbei - notfalls gibt es eine große Koalition, wie ab heute in NRW beraten wird, aus Kleinparteien.
Seit der Verschiebung der christlichen und demokratischen Denk- und Überzeugungsansätze der ehemaligen Lübke, Scheel oder Adenauerpartei in eine Kohl- und Merkelansammlung, hat diese viele Mitglieder und Sympathisanten verloren.
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) publiziert:
Die SPD erreichte ihren Höhepunkt 1976 mit 1.022.000 Mitgliedern. Der bisher niedrigste Stand war im Jahr 2008 mit 520.969 Mitgliedern.
und weiter
Die geringste Anzahl an Parteimitgliedern hatte die CDU Anfang der 1950er Jahre, die Mitgliedszahlen lagen unter 250.000. Bis 1983 stieg die Zahl der Mitglieder beständig bis auf 735.000. Seitdem verzeichnete die CDU einen Rückgang ihrer Mitglieder: Im Jahr 2008 waren 528.972 Bundesbürger Mitglied dieser Partei. 
Wikipedia weiss zu vermelden:
Am 25. Juli 2008 wurde bekannt, dass die CDU erstmals in der Geschichte mehr Mitglieder als die SPD habe und damit mitgliederstärkste deutsche Partei sei
und:
Ende November 2009 gehörten der CDU 522.944 Mitglieder an (Vergleich SPD: 513.340) 
Jetzt schreiben wir 2010 und der Focus berichtet:
Im August 2009 hätten noch 523 374 Unions-Anhänger das CDU-Parteibuch besessen, im Februar 2010 nur noch 518 284, berichtete die Onlineausgabe der „Bild“-Zeitung am Donnerstag. Beim Amtsantritt von Angela Merkel als CDU-Chefin vor zehn Jahren habe die Partei noch rund 616 000 Mitglieder gehabt. 
Rein rechnerisch macht es also gut 100.000 zahlende Mitglieder weniger in der Merkelpartei nach ihrem Antritt.
Da staunt man eigentlich das ein Merz oder eben ein zurückgetretener Koch noch Mitgliedsbeiträge zahlen, vielleicht, weil es keine "rechte" "konservative" Partei in der BRD gibt, welche weitestgehendst ohne Nazi-Vergleich auskommt. Eine Pro-Partei, wie der Versuch in NRW zeigte, muss genauso damit rechnen, wie die anderen "nicht-links-gerichteten" Parteien, die noch kleiner sind (oder kleiner gehalten werden).

Damit sich aber jeder ein Bild machen kann, wie stark die "Volk"sparteien wirklich sind, habe ich obiges Bild von der bpb hier noch einmal eingestellt - aber größer:


(Bild vergrößern? Einfach auf das Bild klicken)

Wie man sieht: SPD und CDU liegen in etwa gleich auf - und verlieren fast täglich Geldgeber Mitglieder.
Zwei Parteien, die nur noch von etwa 1.000.000 (in Worten einer Million) Mitglieder sprechen können, verraten nicht nur ihren Namen :
S-sozial? C - christlich? D - demokratisch?
sondern sind auch längst nicht mehr die Mitte der Politik oder gar eine Stimme der Mehrheit - schon gar nicht eine Volkspartei.
Sie sind, wie alle anderen, nur noch Kleinparteien - und werden zu Kleinstparteien.
Und wenn sie so weiter machen, wird CDU und SPD im Bundestag und Bundesrat gegen eine 5% Hürde stimmen, damit sie wenigstens noch einen Vertreter des Volkes nach Berlin senden können - oder diese Parteigruppierungen denken noch um. Sonst könnte sich Geschichte wiederholen. Wie die Weimarer Republik.

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