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MeinungsBlog

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Mann und Furz des Jahres?


Viele Printmedien suchen derzeit wieder die Promis des Jahres.
Klar, dass hierbei Winterdienstleister oder Notärzte ausgeschlossen sind. Dafür sind Politiker, Sportler, Künstler und andere "wichtige" Menschen in den Umfragen erwähnt.

So auch Dr. Thilo Sarrazin - ja, der mit dem Buch, über dass sich die Politik-, Künstler- und andere Eliten sich stritten. Teilweise ohne das Buch zu lesen. Beim Focus scheint er unangefochten den Platz 1 zu belegen - allerdings ist es eine Leser- respektive Onlineumfrage.

Interessanter ist allerdings das Gespräch zwischen Henryk M. Broder und Sarrazin, veröffentlicht in der taz:

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Spannend ist das Interview ohne Frage, da Broder es versteht den Ex-Politiker und Statistiker ohne Vorwürfe dafür mit Sachverstand zu fragen. Über Gefühle, über Sachzwänge und die deutsche Anti-Sarrazin-Medienwelt:
Haben Sie mitbekommen, was der stellvertretende Chefredakteur des ZDF über Sie gesagt hat?
Das ist mir berichtet worden. Er hat es, glaube ich, am 30. August gesagt, auf meiner Pressekonferenz.
Es war nach der Pressekonferenz. In heute, bzw. dem heute journal. "Thilo Sarrazin verlässt den Konsens dieser Demokratie". Und: "Thilo Sarrazin will einen anderen Staat, nicht offen und gastfreundlich, sondern abweisend, respektlos, fremdenfeindlich."
Das sind genau die Worte, die ich sprachanalytisch auseinandernehmen werde. Ich werde fragen, ob es zum Konsens gehört, dass man mit verbundenen Augen durch die Welt läuft. Wenn das der Konsens der Demokraten ist, dann wird man nicht sehr weit kommen, weil man am nächsten Baum landet. So begann der Kommunismus, so beginnen Utopien und Diktaturen: dass man sich ein Bild von der Wirklichkeit macht, und dann kämpft man mit diesem Bild oder gegen dieses Bild, aber nicht mit der Wirklichkeit. Und das ist Ideologie.
Auch Frau Käßmann wurde nicht vergessen:
Frau Käßmann hat sinngemäß gesagt, wenn Bevölkerungsgruppen derart diffamiert werden, wie Sie es tun, dann führt das über Ausgrenzung bis hin zur "Auslöschung von Menschenleben."
Vielleicht hat sie das Buch gar nicht gelesen. Oder sie hat beim Lesen wieder mal ein bisschen zu tief ins Glas geschaut. Wenn die Buchstaben dann auseinander laufen, dann kann schon mal was missverstehen. Ich frage mittlerweile immer, wenn ich Menschen treffe, prominent oder nicht prominent, die über mein Buch reden, lobend oder tadelnd, als erstes: Haben Sie es gelesen? Und wenn die Antwort lautet: "Nein, habe ich nicht", dann beende ich das Gespräch. Freundlich oder unfreundlich. Zu den einen sage ich: Seien Sie mal nicht mit Ihrem Lob voreilig. Wenn Sie es lesen, finden Sie es ja vielleicht schrecklich. Und zu den anderen sage ich: Wenn Sie es gelesen haben, können wir uns ja mal drüber unterhalten,
 Ferner geht es um die Unterschiede zwischen Nord und Süd - Ost und West und Mensch zu Mensch. Also lesen! Da lohnt mal wieder die taz!

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